Hans-Friedrich Neuerburg schrieb am 17.11.2025 - 23:50 Uhr
GUTEN ABEND Also ich war als Gezogner (weil Gottseidank Überschuss bei Bundeswehr!)mit 3 andren Rheinlän dern aus düsseldorf von Anfang 1973 bis Ende1973 in Totenteich. Ich war 24 J und immer fast der Letzte beim Appell. Ist der Neuerburg da, ja dann können wir abmarschieren. Einer in der Truppe hiess A 9 er war schon Beamter, Also wurde er nur A 9 gerufen. Das war doch humorvoll. Und beim ersten Appell sagte Glaschke: Wir wissen garnicht was wir mit Euch anfangen sollen, das ist das erste Mal. Wir hatten also eine gute Zeit beim BGS. Wir machten Waldlauf, und Glaschke war nicht er Erste, nahm es aber mit Humor. Mir hatte mein Vater gesagt: Mach vorher viel Sport, dass kommt Dir zugute, war auch so. Schlimm waren nur für mich die Märsche mit Gewehr, ich hatte von Kindheit an eine krumme Wirbelsäule. Nach 10 km brach vor Schmerzen zusammen, erst hiess es der Faulenzer will nicht mehr, dann hatten sies kapiert, Gottseidank. Häufig fuhren wir Streife an der Grenze, kann sich niemand mehr vorstellen, was das für die armen Menschen drüben in der DDr bedeutete. Und an der DDR-Grenze waren nur 330prozentige SED-Leute! Dann habe ich in Bodenteich meinen Führerschein gemacht, mit 27 Stunden, den Rekord hielt eine Frau mit 67 Stunden. Wir fuhren zu Viert mit VW von Düsseldorf
ca 6 h bis Bodenteich. einmal war irgendwelche Übung bei Munsterlager, vor uns fuhren mit ca 10 m Abstand die riesigen Leopard-Panzer vorbei, schrecklich. Ich konnte trotz aller guten Dinge jahrelang kein Heidekraut mehr sehen (sorry ist im nachhinein eine schöne Landschaft). Vom 1Jan bis 31 März 1974 waren wir 4 dann zur Wachhundertschaft nach Bonn ins Bundeskanzleramt und für Privatbewachung eingesetzt. War die Angst vor Baader-Meinhof. Im Bundeskanzleramt ging versehentlich meine Leuchtrakete los. Ich technischer Trottel hab fast in die Hosen gemacht: kam der Leutnant angerannt was ist los Gottseidank nur nichts!Passen Sie beim nächtenMal auf! Hatte ich ein Glück, bei der Bundeswehr wäre ich in den Knast gekommen. War eine gute Zeit da. Und zu Willy Brandt: Ging der morgens u 5 Uhr zu seinem überdachten swimming pool an der kleinen Villa in Venusberg: schwamm da einer vom BGS rum. Brandt sagte höflich, wenn Sie fertig sind, sagen Sie mir Bescheid, ging wieder, der vom BGS machte sich davon. Ist weiter nicht bekannt gworden. Ja und meinen BGS-Hut, den bich ich auf der LourdesWallfahrt los geworden gegen eine französische Marine-Uniform. Und beim Abschied in St Augustin machten die auch kein Theater.
Zum Schluss: Wir hatten auch Judo-Unterricht. Einmal abends in einer Kneipe in Bodenteich machte einer hässliche Bemerkungen über den GBGS. habe ihn gepackt und mit Judo-Griff auf den Boden geworfen. Der hat nichts mehr gesagt. Und Grüsse an den Herrn Gralla, der soll später Bürgermeister von Bodenteich geworden sein.